Interview med Peter Skovl Jensen på Bochums hjemmeside.
Peter Skov-Jensen im Gespräch
Nach überstandener Leisten-OP kehrte unser dänischer Schlussmann beim Spiel gegen den OFC wieder zurück in das VfL-Tor. Bei dem entscheidenden Gegentor war der 34-Jährige machtlos, zog aus dieser Partie aber positive Schlüsse. Gegen die Löwen muss am Montag wieder dreifach gepunktet werden. Mit der gezeigten Leistung gegen die Kickers blickt Skov-Jensen positiv in die Zukunft.
Hallo Peter. Habt ihr die Niederlage gegen Offenbach gut verdaut?
Ich glaube schon. Wir haben letztlich ja ein gutes Spiel abgeliefert, in dem uns aber im Abschluss das Quäntchen Glück gefehlt hat. Wir hatten viele hochkarätige Chancen, aber das Glück leider nicht auf unserer Seite. Ich denke, wenn wir in München so aufspielen, werden wir dort gewinnen können. Wir müssen nur konzentrierter beim Abschluss sein.
Nach der Analyse - woran lag es, dass ihr gegen die Kickers 1:0 verloren habt?
Sicherlich an der mangelnden Chancenauswertung. Die Taktik war gut, der Einsatz war gut. Aber das Unglück vor dem Tor kam ja auch noch dazu. Gegen Offenbach hatte zum Beispiel Tommy Bechmann einige richtig gute Möglichkeiten, uns in Führung zu bringen oder den Ausgleich zu erzielen. Ich bin sicher, dass er kein zweites Mal solche Chancen auslässt. Wir haben einige Spiele mit etwas Glück in der Schlussminute gewonnen, diesmal war es nicht der Fall. Aber das Glück kommt auch wieder, wenn wir hart arbeiten.
Der VfL hat mit Rein van Duijnhoven, René Renno und dir drei sehr gute Torleute. War die Entscheidung von Trainer Marcel Koller richtig, ob der Verletzungssituation mit drei gleichwertigen Torwarten in die Saison zu gehen?
Es ist ja nicht zu kalkulieren, dass sich die Torwarte abwechselnd verletzten. Aber aus der Sicht war es sicherlich die richtige Entscheidung. Es ist gut, zu wissen, dass du immer einen gleichwertigen Ersatzmann auf der Bank sitzen hast.
Wie würdest du die Stimmung unter euch Torleuten beschreiben?
Die Stimmung unter uns ist sehr gut. Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf unter Konkurrenten, von dem wir alle drei profitieren. Aber wir sind ein Team, eine Mannschaft, die ein Ziel hat und an diesem Ziel müssen wir alle drei arbeiten. Der Verein gehört in die Erste Liga und an diesem Ziel arbeiten Rein, René und ich - zusammen mit der kompletten Mannschaft.
Wie ist die Stimmung vor dem Spiel gegen München im Team?
Die Stimmung im Team ist super. Wir haben die Niederlage abgehakt und das Positive daraus gezogen. Die Leistungskurve zeigte im Offenbachspiel ganz klar nach oben nach den beiden Unentschieden gegen Dresden und Fürth und jetzt wollen wir in München endlich wieder drei Punkte holen.
Die "Löwen" fahren extra für fünf Tage nach Italien ins Trainingslager, um ihre schwarze Serie endlich zu beenden. Es wird sicherlich ein ganz schweres Spiel für euch...
Es wird wirklich eine harte Aufgabe, aber gerade das macht ja auch Spaß. München war ein großer Aufstiegskonkurrent, die jetzt schon etwas länger in einer Krise sind. Ich glaube, die sind nach Italien gefahren, weil sie in München große Wetterprobleme haben.
Ist es nicht kurios, dass der neue Trainer Walter Schachner noch keinen Sieg einfahren konnte?
Man sieht diese Entwicklung ja nicht nur bei den Löwen. Auch in Köln musste der Trainer lange auf den ersten Sieg warten. Die Verantwortlichen können nicht immer mit diesem "Trainer-Effekt" rechnen. Heutzutage braucht ein neuer Trainer Zeit, sich mit dem Team bekannt zu machen, die Spieler kennenzulernen und das Optimale aus der Mannschaft rauszuholen. Es geht nicht immer von heute auf morgen.
Was müsst ihr machen, dass diese Negativserie der Löwen nicht ausgerechnet gegen den VfL Bochum reißt?
Jeder rechnet immer damit, dass deren Negativserie doch im nächsten Spiel reißen wird. Wir wollen das natürlich verhindern. Wir werden in der Defensive sicher stehen müssen und so lange es geht, die Null halten. Unsere Stürmer werden dann ihre Chancen nutzten, da bin ich sicher und dann gewinnen wir das Spiel 1:0 - vielleicht auch 2:0.
Thomas Zdebel ist verletzt - fehlt mit ihm ein sehr wichtiger Mann in der Rückwärtsbewegung und auch im Spielaufbau?
Thomas ist ein wichtiger Mann für unser Team. Er ist sehr zweikampfstark und hat eine gute Spielübersicht. Aber ich denke, wir haben viele sehr gute Leute, die seine Position ausfüllen können. Zum Beispiel Daniel Imhof oder Marcel Maltritz können diese Position spielen. Und als Thomas bei seiner fünften Gelben Karte gesperrt war, haben wir schließlich auch gewonnen (lacht).
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg am Montag.
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