Fra Ruhr Nachrichten:
Hölländer fliegt noch einmal
BOCHUM - Die Enttäuschung ist groß und muss erst einmal verarbeitet werden: "Gegen Karlsruhe mache ich mein letztes Spiel für den VfL Bochum."
Der das sagt, hatte ursprünglich damit gerechnet, noch eine weitere Saison zum Kader des Erstliga-Rückkehrers zu gehören. Doch nach Gesprächen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Altegoer und dem neuen Sportdirektor Stefan Kuntz weiß Rein van Duijnhoven (38) nun definitiv, dass sein auslaufender Vertrag als Lizenzspieler an der Castroper Straße nicht mehr verlängert wird.
"Das hat mich schon überrascht", gab der Torhüter im Gespräch mit dieser Zeitung zu, "ich bin wieder fit und hätte gerne noch ein Jahr für den VfL Bochum gespielt." Wobei sich van Duijnhoven nach eigener Aussage auch mit der Rolle des Reservetorhüters hätte anfreunden können. "Ich hätte ganz bestimmt nicht einen Stammplatz gefordert", so der Torhüter, "aber ich bin sicher, dass ich auch als Nummer zwei der Mannschaft hätte noch weiterhelfen können."
Liebling der Fans
Der "Holländer", wie van Duijnhoven von den Fans während seiner sieben Jahre in Bochum gerufen wurde, gehört mit Abstand zu den beliebtesten Figuren im Lizenzkader des VfL Bochum. Die Heimbegegnung am 7. Mai gegen den Karlsruher SC wird nun van Duijnhovens Abschiedsspiel, denn in diesem Match wird er anstelle des Dänen Peter Skov-Jensen letztmalig mit der Nummer eins auflaufen. Rein van Duijnhoven ist schon jetzt sicher, dass dies ein emotional ziemlich schlimmer Moment für ihn werden wird. "Das wird ein schwieriges Spiel für mich. Es wird weh tun, denn ich habe mich immer zu unseren Fans hingezogen gefühlt und ich weiß, dass ich auch von ihnen geschätzt werde."
Der 38-Jährige besitzt beim VfL zwar einen Anschlussvertrag für eine Tätigkeit im Trainerstab, ob er das Angebot annehmen wird, ist jedoch fraglich. Der VfL Bochum möchte den erfahrenen Keeper als Torwarttrainer für die A- und B-Jugend beschäftigen. Van Duijnhoven selbst würde sich lieber im Umfeld der Lizenz-Mannschaft arbeiten sehen.
179 Spiele
Deshalb wird sich der Torhüter, der für den VfL Bochum in 119 Erstliga- und 60 Zweitliga-Spielen zwischen den Pfosten stand, nach beruflichen Alternativen umsehen. "Es gibt Anfragen aus den Ligen in Deutschland und Holland", so van Duijnhoven, "aber da ist noch gar nichts konkret. Und das kann sich auch noch über einige Zeit hinziehen." Der VfL-Anhängerschaft bleibt die kleine Hoffnung, dass sich Rein van Duijnhoven doch noch für das Anschluss-Angebot erwärmen kann. "Darüber muss ich aber erst noch einmal ausführlich mit meiner Familie sprechen."
Das Spiel gegen den KSC wird auch für Abwehrspieler Sören Colding zum Abschiedsspiel, denn den Dänen zieht es nach Saisonende zurück in seine Heimat.
Eine Sonderschicht leisteten gestern Vormittag neben dem Trainerstab auch die VfL-Profis Heiko Butscher, Daniel Imhof, Edu und Marcel Maltritz. Sie trainierten mit zwei Gast-Teams der Special Olympics. Das von der UEFA unterstützte Projekt beschäftigt sich mit behinderten Sportlern, die Kontakte zu den Bundesliga-Mannschaften pflegen und sie regelmäßig aufsuchen.
Für das letzte Heimspiel gegen den Karlsruher SC hat der VfL Bochum bisher 14000 Eintrittskarten abgesetzt. Zum Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue reisen 100 Fans mit und nach Unterhaching (14. Mai) wollen bislang 350 VfL-Anhänger mitkommen.
- Uli Kienel
Med andre ord en SORGENS DAG for undertegnede.
Farvel til MACHO-REIN og COLDING. Den gør ondt.
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